Kurze Wege  

   

Besuch der Italiener in Berlin

01.09.2015 – 10.09.2015

Wir konnten es alle kaum erwarten, dass die Italiener endlich in Berlin einflogen. Das Chaos begann schon beim Abholen. Manchmal kommt halt alles zusammen. Wir machten uns rechtzeitig auf den Weg um unsere Italiener zum Feierabendverkehr in Berlin am Flughafen in Empfang zu nehmen. Es gab einen Unfall auf der Autobahn und dort bewegte sich der Verkehr fast gar nicht. In der Stadt sah es auch nicht besser aus. Eventuelle Bombe am Bahnhof Zoo, viele Straßen wurden gesperrt, S-Bahn und Busse fielen aus.

Am Flughafen Tegel

Zum Glück hatte das Flugzeug aus Rom etwas Verspätung, so dass wir die Italiener alle persönlich in Empfang nehmen konnten. Das war knapp.

Wir freuten uns alle, waren aber auch sehr nervös und aufgeregt. Nun würden wir endlich erfahren, wie unser „Gast“ so ist. Die ersten Sätze waren etwas schwer, aber mit der Zeit konnten wir gut miteinander reden. Eigentlich sprachen alle Gastschüler Englisch. Gleich am ersten Abend trafen wir uns schon spontan in der Gruppe auf der Schlossstraße und lernten uns so besser kennen. Im Schnitt waren die Italiener alle ein bis zwei Jahre älter als wir. Man merkte sehr schnell, dass sie sich in der Gruppe sehr wohlfühlten.

Vormittags waren Ausflüge für die Italiener geplant, während wir Unterricht hatten. Meistens waren sie dann gegen 15 Uhr zurück und wir gingen erst einmal nach Hause. Es war schon nicht einfach an den Nachmittagen alles unter einen Hut zu bekommen. Die Gastschüler wollten gerne was unternehmen und sich mit den anderen treffen, für uns standen erstmal Hausaufgaben auf dem Programm. Am liebsten gingen sie shoppen! Zum Glück gab es in Berlin ja einige Plätze, wo wir es Ihnen ermöglichen konnten. Manchmal haben wir die Nachmittage auch im Park am Gleisdreieck verbracht. Leider sind in den ersten Tagen schon zwei Italienerinnen nach Hause geflogen. Sie hatten Heimweh.

Bei Bürgermeister Kopp im Rathaus Steglitz-ZehlendorfAm Wochenende war „Familienzeit“. Jeder Familie blieb es überlassen, was für ein Programm geboten wird. Einige machten Sightseeing und schauten sich Ecken von Berlin an, die nicht auf dem Vormittagsprogramm standen. Wir waren auf dem Konzert der „Deutschpoeten“ und hatten viel Spaß. Am Sonntag gab es ein spontanes Pizzaessen bei Ellens Familie, wo sich ein großer Teil von uns traf.

Zwei Tage vor dem Abflug hatten wir einen Abschiedsabend mit unseren Eltern, Frau Pflug und Frau Müller-Ziem in einem Italienischen Restaurant. Es war schön, nochmal mit allen zusammen einen Abend zu verbringen.

Es war eine tolle Erfahrung, die wir machen konnten, wenn auch nicht immer ganz einfach. Ich musste mich schon daran gewöhnen, dass ich in der Zeit für meinen Gast verantwortlich war. Es war auch nicht immer ganz einfach 24 Stunden einen Menschen um sich herum zu haben, den man ja eigentlich gar nicht so gut kennt. Wenn wir in der Gruppe waren, war es immer laut und lustig. Viele Freundschaften sind entstanden und wir freuen uns alle auf ein Wiedersehen in Cassino. Bei der Verabschiedung am Flughafen sind viele Tränen geflossen.

Luna Isensee, Kl. 9b

   
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