Kurze Wege  

   

Schüleraustausch mit Cassino 2017

Besuch der Italiener in Berlin 06.09. - 13.09.2017

Die italienischen Gäste zu Besuch im Rathaus Steglitz-Zehlendorf
bei Bürgermeisterin Frau Richter-Kotowski

Wir hatten schlechtes Wetter als die Italiener ankamen, es schüttete und nahm kein Ende. Unsere Austauschschüler landeten schon früher als geplant, aber sie kamen einfach nicht aus dem Ankunftsbereich heraus... Einige von uns hatten Willkommensschilder gemacht und jedes Mal, wenn Jugendliche zu sehen waren, hielten sie die Schilder in die Höhe, aber umsonst.

 

Die Spannung stieg bei uns allen und die Freude war groß, als sie endlich erschienen und jeder von uns „seinen“ Besuch begrüßen konnte. Da wir uns schon vorher mit unseren Partnern geschrieben hatten, wusste auch jeder gleich, wer zu wem gehört und dass sie alle im Schnitt ein bis zwei Jahre älter sind.

Alessia und ich haben uns jedenfalls sofort erkannt und waren uns nicht ganz so fremd. Die ersten Sätze waren auf Englisch, aber wir haben uns Mühe gegeben, italienisch zu sprechen. Oft fehlten uns die Worte, so dass wir auch „Hände und Füße“ benutzten.

Zu Hause angekommen haben uns unsere Gäste ein Geschenk überreicht, worüber wir uns sehr gefreut haben. Die Italiener gingen morgens mit uns gemeinsam zur Schule und trafen sich um 9 Uhr für ihre Ausflüge auf dem Schulhof, während wir Unterricht hatten. Anschließend waren wir jeden Tag gemeinsam shoppen, denn die Zeit nach dem Pflichtprogramm konnten wir selbst gestalten. So lernten sie schließlich auch die Schlossstrasse und den Ku‘Damm kennen und wir hatten als große Truppe immer viel Spaß!

 Die italiener im Alliiertenmuseum in Zehlendorf

Am Wochenende war eigentlich Familienzeit geplant, aber die Italiener wollten unbedingt nach Ravensbrück, um das Konzentrationslager zu besichtigen. Da wir darauf keine Lust hatten, nutzten wir diese Zeit für die leider sehr umfangreichen Hausaufgaben, und so trafen sich nur einige von uns anschließend mit unseren Gästen bei Starbucks.

Samstag Abend war dann bei uns zu Hause aber doch noch „Familienzeit“ und wir hatten viel Spaß beim Spieleabend. Sonntag waren wir gemeinsam beim Brandenburger Tor, am Alex und im Mauerpark – natürlich ohne Eltern.

Dienstag war ich mit Annalena Kleider shoppen, weil wir erfahren hatten, dass die Italiener in Kleid und Anzug zum Abschiedsabend ins Restaurant kommen wollten. Im Restaurant waren zwei lange Tafeln vorbereitet – einer für die Eltern und Lehrer und einer für uns und unsere Austauschschüler. Nach dem Essen waren wir mit unseren Gästen draußen und hörten gemeinsam laut Musik, haben gesungen und getanzt.

Abschiedsabend (Foto: Herr Mathenge)

Mittwoch war leider schon alles wieder vorbei und auf dem Flughafen kamen uns Mädchen die Tränen. Es war so schwer, unsere neuen Freunde gehen zu lassen, und am liebsten hätten wir sie alle hierbehalten! Nun zählen wir die Tage bis wir uns im Oktober wiedersehen.

 

Emilie Mathenge, Klasse 9b

   
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