Kurze Wege  

   

Berlin - Cassino 2011

Der Schüleraustausch mit Cassino

Von Anna Weiske

Vom 18.10. bis zum 28.10. war ich mit anderen Schülern aus meiner Schule in Cassino, weil wir am Italienisch-Schüleraustausch teilgenommen haben. Es war eine tolle Erfahrung, und es hat mir viel Spaß gemacht, dort in Italien meine Zeit zu verbringen.

Am 18.10. flogen wir vom Flughafen Tegel los. In Rom angekommen, mussten wir eine zweistündige Fahrt mit dem Bus unternehmen um endlich anzukommen. Ich war mächtig aufgeregt, zwar kannte ich meine Austauschpartnerin, da sie ja schon Gast bei mir in Berlin war, aber ihre Familie war mir noch nicht bekannt. Sind sie nett?

Werden sie mich mögen? Werde ich sie mögen? Was wird mich alles erwarten? All diese Fragen schwirrten in meinem Kopf herum und ich hatte ziemlich viel Angst. Aber sie war total unnötig, denn ich wurde herzlich von der Familie aufgenommen.

Nach der Ankunft in Cassino bin ich mit der Familie in ihr Restaurant (sie besitzen ein eigenes) gefahren und wir alle aßen zu Mittag. Da ich erst seit einem Jahr italienisch lerne, hatte ich mit meiner Austauschpartnerin ein paar Kommunikationsschwierigkeiten. Aber zum Glück, konnte ihr Vater perfekt Englisch, so dass ich mich auch mit ihm sehr gut unterhalten konnte. Wobei ich auch sagen muss, es war oft sehr lustig, sich mit der Familie und meiner Partnerin zu unterhalten, denn es kamen oft Missverständnisse auf, über die man lachen konnte. Und ein bisschen Italienisch kann ich ja...

Ich hab mich sehr gut mit der Familie verstanden, alle waren nett und lieb zu mir. Es war einfach toll mit ihr.

Dort in Italien haben wir viel mit der Gruppe und Frau Pflug unternommen, wir waren sogar zweimal in Rom, obwohl nur einmal vorgesehen war. Dort in Rom waren wir im Kolosseum, am Petersplatz, haben die Engelsburg gesehen. Besonders hat mir aber die Fontana de Trevi gefallen. Seit ich 6 Jahre bin, wollte ich dort schon hin. Natürlich

habe ich dort auch eine Münze hineingeworfen. Wir waren auch an vielen Einkaufsstraßen, in teureren, wo es zum Beispiel Gucci und Prada gab, aber auch in etwas billigeren. Natürlich waren wir auch am Campo dei Fiori, einem Markt, wo ich mir viel gekauft habe. Rom hat mir sehr gefallen. Es war dort genauso, wie ich es mir immer vorgestellt hatte. 

Einen Tag waren wir auch in Neapel, wo wir vom Castel Sant’Elmo ganz Neapel und den Vesuv sehen konnten. Es war einfach eine traumhafte Aussicht, dort waren wir auch auf einem Markt, wo man sich gefälschte Sachen kaufen konnte. Ich habe mir dort zwar nichts gekauft, aber aufregend war es. Zum Schluss unseres Neapel-Tages waren wir noch in der Solfatara, einem Vulkan, aus dem Schwefel ausgeraucht wird. Dort hat es wirklich stark gestunken.

In Cassino haben wir unter anderem ein Museum besucht. Dort wurde uns dann die Geschichte von Cassino erzählt. Wir waren auch in Monte Cassino, dem berühmten Kloster, von dem man ganz Cassino sehen konnte. An diesem Tag goss es in Strömen, so dass wir die Aussicht leider nicht genießen konnten.

Wir haben dort eine Führung durch das Kloster erhalten. Unser Heimweg war ein Weg mit Hindernissen, da das Wasser in den Straßen bis zur Mitte unserer Schienbeine reichte. Der Besuch der archäologischen Zone musste deshalb auch ausfallen.

 

Am Samstag besuchten wir auch den Stadt-Markt. Ich muss sagen, er hat mir besonders gefallen. Die Sachen dort waren wirklich gut! An dem Wochenende war dann Familientag. Das hieß, wir mussten den Tag mit unserer Familie verbringen. Da meine Familie wegfuhr und ich nicht mitfahren konnte, bin ich zu einer guten Freundin in deren Familie gegangen. Mit ihr waren wir am Vormittag in der Kirche und haben einen Gottesdienst mitgemacht, waren dann anschließend in einem Café, wo ich das beste Eis meines ganzen Lebens gegessen habe. Und zum Schluss des Tages bummelten wir noch in einem Einkaufszentrum.

In den 10 Tagen hab ich sehr viel erlebt, gesehen, gelacht und Spaß gehabt! Ich bereue es auf keinen Fall bei dem Austausch mitgemacht zu haben, es war eine tolle Zeit. Ich habe die italienische Kultur und den Alltag meiner Austauschpartnerin kennengelernt. Es war mein erstes Mal in Italien und das erste Mal, dass ich alleine ohne meine Eltern auf Reisen war.

Für alle, die sich überlegen an einem Austausch mitzumachen: Tut es! Diese Möglichkeit bekommt ihr nicht mehr so schnell und es wird euch Spaß machen, ihr werdet etwas Neues dazulernen, ihr werdet es genießen. Genauso wie ich!

 

 

 

   
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