Kurze Wege  

   

Cassino-Berlin 2010

Besuch der Castinenser in Berlin, 30.08. - 08.09.2010



 

Ein Erfahrungsbericht von Robert Messer und Alexander Hollmann

Schon der erste Tag in Berlin war für die Italiener ein aufregender Tag! Als die italienischen  Partner aus dem Flugzeug stiegen und ihre Koffer holten und uns begrüßten, waren alle total aufgeregt. Frau Pflug stellte uns, die Deutschen, den Italienern vor, und wir konnten uns schon Gedanken machen, ob wir zu unserem jeweiligen Partner passen. Mag er die gleiche Musik, treibt er den gleichen Sport und hat er den gleichen Humor?! Nachdem wir alle nach Hause gegangen waren, konnten die Italiener sich schon einmal auf unsere deutschen kleinen Wohnungen einstellen und ihre Klamotten auspacken. Natürlich verabredeten wir uns alle sofort. Nachdem wir gegessen hatten, trafen wir uns am Kudamm und zeigten ihnen alle Shops und Sehenswürdigkeiten, die es am Kudamm gibt. Danach gingen wir ( Alex, Robert und Jacki) mit unseren Partnern am Potsdamer Platz essen. Das Essen in Deutschland war für die Italiener bestimmt sehr langweilig, da wir fast jeden Tag nur in Restaurants oder Fastfood-Läden waren. Schon gleich nach dem ersten Tag waren unsere Partner müde. Ist ja auch verständlich!

Am nächsten Morgen fiel es ihnen aber schwer, um 6:00 Uhr aufzustehen. Am Dienstag, also am zweiten Tag in Berlin, hatten sie eine Linienbusfahrt vor sich - durch ganz Berlin-Mitte.

Wie jeden Abend haben wir uns mit unseren Klassenkameraden und ihren Partnern getroffen, damit sie sich über ihre „Erlebnisse“ austauschen konnten. Um es kurz zu sagen: Wir waren jeden Abend am Kudamm zum Reden. Diesen Abend sind wir alle um 23:00 Uhr schlafen gegangen und wieder früh aufgestanden… Das war für alle schwer, bis auf eine Italienerin, die das Glück hatte, in der Nähe der Schule zu wohnen. Am Mittwoch sind unsere Partner zum Reichstag gefahren und haben das Regierungsviertel besucht. Und an diesem Abend haben sich die meisten von uns zum Bowlen verabredet. Nur wenige Castinenser wussten nicht, was Bowlen ist, obwohl es in Cassino nur eine Bowling-Halle gibt, und die ist nicht in der Nähe des Zentrums.

Am nächsten Tag, den Donnerstag, sind die Italiener im Rathaus von Steglitz - Zehlendorf von Herrn Bürgermeister Kopp empfangen worden. Dieser Besuch war für die Partner nicht sehr lang und sie durften die letzten drei Stunden unseres Unterrichts besuchen. Den Italienern war es bestimmt langweilig, weil wir nur Sport und Deutsch hatten, zwei Fächer, an denen sie sich am wenigsten beteiligen konnten.  Natürlich verbrachten wir den Abend wieder alle zusammen und kamen wie immer spät nach Hause.

Wie jeden Tag wurden die Castinenser um 9:00 Uhr von der jeweiligen Begleiterin abgeholt, und nun war es soweit, dass sie in Berliner Museen gegangen sind. Zu diesem Tag kann man nicht so viel erzählen, weil wir diesen Tag nur Zuhause verbracht haben.

Endlich hatten wir Wochenende und konnten unseren Partnern zeigen, was wir am Wochenende so machen. Einige von uns haben sich am Zoologischen Garten getroffen und sind mit einem Bus die ganze Linie abgefahren bis zum Alexanderplatz, wie zum Beispiel wir, Robert und Alex, mit unseren Partnern. An diesem Abend hat endlich jeder etwas anderes gemacht. Und so verging das Wochenende schnell und wir hatten wieder Schule. Doch den Montag mochten die Italiener bestimmt am meisten. Sie haben nämlich das Olympia - Stadion besucht, danach trafen wir uns mit unseren Partnern am ICC um die IFA, die zufällig gerade stattfand, zu besuchen. An diesem Tag sind wir mit unseren Partnern zu einer Freundin gefahren, die zu der Zeit im Krankenhaus war. Am Mittwoch standen für die Italiener der Zoo und die Gedächtniskirche im Programm. Sie kannten sich bestimmt schon etwas am Kudamm aus, weil wir fast die ganze Zeit dort waren. Dieser Tag war leider schon der vorletzte  mit unseren italienischen Partnern. Nachdem sie vom Zoo zurückgekehrt waren, gingen wir gleich nach Hause, um uns dort umzuziehen, und wir sind dann gemeinsam mit unseren Eltern zum Abschiedsabend in ein italienisches Restaurant gefahren. Unsere Freunde hatten endlich wieder „heimisches“ Essen. Und am nächsten Tag war es leider soweit, sie mussten wieder zurück nach Cassino. Vorher haben sie natürlich ihre Koffer gepackt. Und vor dem Flug waren sie noch am Kudamm zum Shoppen. Doch die Zeit verging schnell, und wir mussten schon zum Flughafen fahren. Der Abschied fiel schwer, vor allem den Mädchen. Doch wir sehen uns in Cassino wieder. Wir haben uns darauf gefreut, ihre Stadt zu sehen und gezeigt zu bekommen.

 

Der Schüleraustausch mit Cassino brachte uns sehr viel Spaß und  man hat neue Erfahrungen gemacht. Sprachlich hat er uns sehr motiviert und wir hoffen, dass andere Italienisch – Schüler auf unserer Schule diesen Austausch mitmachen dürfen und eine Erfahrung fürs Leben machen. Wir bedanken uns bei Frau Gisela Pflug, Frau Angela Schulz, dem Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf und der Comune di Cassino. 

 

Robert Messer

Alexander Hollmann

   
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