Kurze Wege  

   

DELF 1 ... verschiedene Teile, drei im schriftlichen und den mündlichen Teil. Der schriftliche Teil bestand aus dem Hörverstehen und dem Leseverstehen, der Traum eines jeden Schülers, mit Aufgaben zum Ankreuzen. Und zu guter Letzt musste man einen eigenen Text zu einem vorgegebenen Thema schreiben, z.B. auf einen Brief antworten. Das alles hört sich wahrscheinlich unglaublich kompliziert an (das dachte ich zu Beginn auch), doch Dank der guten Vorbereitung von Frau Schwarz war es gar nicht mehr so schwierig. Aber da war ja noch die mündliche Prüfung in der Woche darauf! Oh mein Gott, auf Französisch sprechen!? Fließend!? Mit einem richtigen Franzosen!? Und ausgerechnet diese eine Woche verging wie im Flug und plötzlich stand ich auch schon vor dem Institut Français, in dem die Prüfung stattfinden sollte. Ich dachte an die letzten zwei DELF-Stunden zurück und sagte mir, so wie du es dort geschafft hast, dich mit einem Mitschüler auf Französisch zu unterhalten, so schaffst du es jetzt auch mit einem richtigen Franzosen. Doch prompt waren da wieder die Bedenken. Sprechen Franzosen wirklich so wie Lehrer oder Mitschüler? Was ist, wenn du ihn nicht verstehst? Was ist, wenn dir ein Wort nicht einfällt? Aber auch für solch eine Situation hatte Frau Schwarz uns vorbereitet: „Ihr dürft fragen, wenn Ihr etwas nicht verstanden habt. Ihr dürft Fehler machen, schließlich lernt ihr noch.“ Und dann war ich auch schon an der Reihe. Mir wurde auf Deutsch erklärt, was ich machen musste. Ich hatte 10 Minuten Vorbereitungszeit, um mir für die drei kleinen Aufgaben zu überlegen, was ich sagen möchte (man bekam auch einen Zettel, um sich Notizen zu machen):

  • 1. Stelle dich vor.
  • 2. Monolog, z.B.: Welche Musik hörst du gern? Was möchtest du später für einen Beruf haben?
  • 3. Dialog, z.B.: Jemand fragt dich nach dem Weg oder du gehst ein Kleidungsstück umtauschen.

Die 10 Minuten waren viel zu schnell um, ich hatte nur Stichpunkte zu den ersten beiden Aufgaben geschafft und war furchtbar aufgeregt. Doch als ich vor „meinem“ Franzosen saß, strömten mir die Worte nur so aus dem Mund. Ich bildete Satz um Satz und mein Gegenüber nickte mir aufmunternd zu. Die 6-8 Minuten vergingen so schnell, dass es mich überraschte, als er meinte, dass ich fertig sei und mir ein schönes Wochenende wünschte. Ich verabschiedete mich und schon stand ich wieder vor der Tür. Jetzt im Rückblick sage ich mir, dass es eigentlich völlig unnötig war, sich so verrückt zu machen. Wenn ich bestehe, bekomme ich ein schickes Zertifikat, auf dem dann steht, dass ich die Prüfung A2 bestanden habe und den Anforderungen entsprechend gut Französisch sprechen kann. Und wenn nicht, nun gut, dann hatte ich wenigstens eine Möglichkeit mich auf meinen Mittleren Schulabschluss vorzubereiten. Ich hoffe, dass ich euch von dieser „DELF-Sache“ überzeugen konnte und wünsche euch viel Glück bei eurer Prüfung!

Kristin S., 9d

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