Kurze Wege  

   

Latein in der Taverne ? „Taberna Euxini“ – der Latein-Basiskurs lädt ein

„Was heißt denn das?“ fragten die Schülerinnen und Schüler des Latein-Basiskurses.

Ich war auf diesen Namen in einem alten Pompeji-Katalog gestoßen und hatte dabei die Geschichte des „Reklame“-Phoenix entdeckt, der die Gäste in die „Taberna“ locken sollte, die „Taberna Euxini“ –  die „Taverne“ des Euxinus, eines Freigelassenen, der vom Schwarzen Meer stammte und in Rom eine „taberna“ eröffnete.

Der Beitrag des Latein-Basiskurses 2006  zum Hoffest anlässlich des 100-jährigen Bestehens der HES war „ Römisch Kochen“  oder „Essen und Trinken bei den alten Römern“.

Zu diesem Thema hatten schon Schüler eines vergangenen Jahrgangs eine Präsentation angefertigt, auf die wir bei der Vorbereitung „ unseres“ Latein-Standes zurückgreifen konnten.

Und dann ging es an die Planung: von den 15 weißen Laken ( als „Toga“ von den Schülerinnen und Schülern getragen) über gefüllte Weinblätter , „Drusillas Limesbrötchen“ und eine „altrömische Fleischklößchensuppe“bis zur „altrömischen“ Musik, jeder übernahm eine Aufgabe und pünktlich zum Termin war alles bereit.

Zwei Schülerinnen des Latein-Basiskurses trugen sogar, auf „Klinen“(alt-

römischen Liegen) lagernd, ein Alltagsgespräch in lateinischer Sprache vor – sehr lebendig und mit Riesenspaß.

Die Speisen, von den Schülerinnen  zum Teil mit der freundlichen Unterstützung ihrer Mütter) zubereitet nach Rezepten des Apicius, fanden rasenden Absatz, so dass bald alles ausverkauft war.

Alle Beteiligten hatten viel Spaß bei der Durchführung des kulinarischen altrömischen Projekts und haben mit nach Hause genommen: Latein war nicht nur eine Sprache für die Latein-Lehrbücher kommender Generationen oder für zu übersetzende Texte von Cicero, Caesar, Tacitus oder Ovid, sondern auch die gesprochene Sprache des Alltags. Darüber hinaus haben sie auch Einiges über das Alltagsleben und die Ernährungsweise der alten Römer gelernt.

   
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