Infektionsschutz und Hygieneplan Hermann-Ehlers-Gymnasium

Vorwort
Diese Regelungen spezifizieren die Umsetzung der geltenden Infektionsschutzregeln des Landes Berlin.

1. Grundsätze
Die Regelungen dienen dem Eigen- und Fremdschutz vor einer Ansteckung besonders mit dem SARS-CoV-2-Erreger.

2. Raumhygiene und Reinigung
Die Reinigung der Räume obliegt der vom Schulamt beauftragten Reinigungsfirma 3B.

Das Schulamt überwacht die Reinigung der schulischen Räume. Die Schulleitung und das Lehrpersonal geben Hinweise auf Defizite, soweit ihnen diese bekannt werden.

Es gilt DIN 77400, ferner werden täglich Türklinken, Fenstergriffe, Türumgriffe, Tischoberflächen, Treppen- und Handläufe, Lichtschalter sowie Computereingabegeräte gereinigt. In stark frequentierten Räumen erfolgt diese Reinigung mehrmals täglich. Entsprechend erfolgt die Reinigung der Sanitäreinrichtungen und Sanitärmedien.

Die Schule stellt dem Lehrpersonal auf Wunsch Folie zur Bedienung der schulischen Technik bereit.

3. Medizinische Voraussetzungen/Tauglichkeit
Alle am Schulleben beteiligten Personen sind achtsam bezüglich ihres eigenen Gesundheitszustandes als auch bezüglich des ihrer Mitmenschen.

In das Schulhaus werden nur Schüler*innen eingelassen, deren Gesundheit vorher schriftlich bestätigt wurde. Bei minderjährigen Schüler*innen erfolgt diese Erklärung durch die Erziehungsberechtigten, bei volljährigen Schüler*innen durch diese selbst. Ein entsprechendes Formular kann von der Homepage heruntergeladen werden bzw. im Sekretariat abgeholt werden. Die Erklärung ist ab dem 11.05.2020 für jeden Unterrichts- oder Prüfungstag individuell abzugeben.

Personen, bei denen ein begründeter Zweifel besteht, ob sie eines oder mehrere der folgenden Ausschlusskriterien erfüllen, nehmen solange nicht am Präsenzunterricht teil, bis diese Zweifel ausgeschlossen sind. Die Entscheidung triff die Schulleiterin.

Personen, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen, sind nicht berechtigt, die Schule zu betreten:

  • innerhalb der letzten 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt
  • Kontakt zu infizierten Personen
  • aktuell (Erkältungs-)Symptome
  • unter Quarantäne befindlich
  • zu einer Risikogruppe gehören (Ausnahmeregelung siehe Umgang mit Risikogruppen)
  • eine erhöhte Körpertemperatur ohne weitere Symptome

In diesen Fällen ist die Gestaltung des Schulbesuchs bzw. die Teilnahme an einer Prüfung unbedingt vorab mit der Schulleitung zu besprechen. Ein ärztliches Attest ist zum momentanen Zeitpunkt nicht erforderlich, wenn die Erkrankung in der Schule hinlänglich bekannt ist. Die Erziehungsberechtigten behalten ihr Kind in häuslicher Obhut. Sollte das Kind eine Kontaktperson einer infizierten Person sein, übermitteln die Erziehungsberechtigten der Schule eine Bescheinigung des Gesundheitsamts. Versäumte Prüfungen werden zum Nachschreibtermin nachgeholt.

4. Umgang mit Risikogruppen
Es gelten die Regelungen des Robert-Koch-Instituts. Zusätzlich werden Schwangere, Schwerbehinderte oder Gleichgestellte zur Risikogruppe gezählt.

Schüler*innen, die mit einem Mitglied einer Risikogruppe in einem Haushalt leben, werden wie Mitglieder der Risikogruppen behandelt. Soweit dringende dienstliche Erfordernisse dem nicht entgegenstehen, wird diese Regelung auch auf Lehrkräfte angewendet.

Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören, können nur vor Ort arbeiten, wenn sie vorher eine widerrufbare schriftliche Eigenerklärung abgegeben haben.

Sofern die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe in der Schule hinlänglich bekannt ist, bedarf es keines weiteren Nachweises.

Bei Prüfungen werden Schüler*innen aus Risikogruppen zu zeitlich versetzten Einzelterminen unterbesonderen Schutzvorkehrungen zugelassen. Am Präsenzunterricht nehmen diese Schüler*innen nicht teil.

Die Schulleitung kann die Vorlage einer schriftlichen ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung verlangen, wenn ihr Umstände bekannt sind, die die Vermutung nahe legen, dass eine Person zu einer Risikogruppe gehört und diese Person am Schulbetrieb vor Ort teilnehmen will.

Mitglieder von Risikogruppen können nur dann am Schulbetrieb vor Ort teilnehmen, wenn die zu ergreifenden Sicherheitsmaßnahmen mit der Unterrichtsorganisation vereinbar sind.

5. Hygienemaßnahmen
Es ist zu jeder Zeit ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.

Das Gesicht und die Schleimhäute sollen nach Möglichkeit nicht mit den Händen berührt werden.

Die Einhaltung der Handhygiene beim Betreten der Schule ist verpflichtend für alle Personen. Die Maßnahmen umfassen mindestens 30-sekündiges Waschen aller Handpartien mit Wasser und Seife, sowie (wenn möglich) das Desinfizieren der Hände an einem schulischen Desinfektionsspender. Die Desinfektionsspender befinden sich vor der Jungentoilette, vor der Mädchentoilette sowie vor den Toiletten im Cafeteriabereich.

Eigenes Desinfektionsmittel oder Seife darf mitgebracht und verwendet werden.

Schüler*innen und Lehrkräfte sollen für den Aufenthalt auf den Gängen, Toiletten und dem Pausenhof einen Mundschutz tragen. Schüler*innen, denen es ist nicht gelungen ist, einen Mundschutz zu erwerben, können sich einen Mundschutz im Sekretariat abholen. Dort gibt es eine begrenzte Anzahl von 100 Mundschutzmasken. Das Tragen eines Mundschutzes entbindet nicht von der Pflicht zur Einhaltung der Wahrung des Mindestabstandes.

Lehrkräfte können sich, solange der Vorrat reicht, für den Unterricht oder die Prüfungen mit Einmalhandschuhen ausrüsten. Diese sind im Sekretariat erhältlich.

Alle Personen müssen ihre eigenen Arbeitsmaterialien mitbringen. Materialien dürfen nicht getauscht oder entliehen werden.

Beim Husten und Niesen sind Mund und Nase mit gebeugtem Ellenbogen oder Papiertaschentüchern zu bedecken; die benutzten Papiertaschentücher sind in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern zu entsorgen.

Klinken, Fenstergriffe, Hebel an Desinfektionsspendern, etc. sollen nicht mit den Händen bedient werden.

In den den einzelnen Lerngruppen zugeteilten Toiletten darf sich jeweils nur ein/e Schüler*in aufhalten. In den Pausen wird dies durch eine Aufsicht geregelt.

6. Zugang und Verlassen des Schulgeländes und Verkehrswegeregelungen
Schüler*innen müssen den Anweisungen der Aufsichten unbedingt Folge leisten.

Alle Anwesenden haben immer einen Mindestabstand von 1,50 m einzuhalten. Das gilt sowohl auf dem Schulgelände als auch auf dem Schulweg (insbesondere auf dem Weg von der Bushaltestelle Steglitzer Damm zur Schule).

Schüler*innen finden sich vor Unterrichtsbeginn an den vorher von der Klassenleitung bzw. Oberstufenkoordination zugewiesenen Eingängen an den Wartemarkierungen ein. Dort werden sie von der ersten unterrichtenden Lehrkraft abgeholt. Die Lehrkraft nimmt dort ebenfalls die für den Tag geltenden Unbedenklichkeitsbescheinigungen in einem Umschlag entgegen. Dieser Umschlag wird im Tagesverlauf im Sekretariat deponiert. Dann begleitet die Lehrkraft die Lerngruppe zu der zugeteilten Toilette zum Händewaschen und zum Desinfizieren der Hände. Dabei sind die Abstandsregeln einzuhalten und darauf zu achten, dass sich nur ein/e Schüler*in jeweils im Toilettenbereich aufhält.

In der Zeit von 8.00 bis 13.30 Uhr befinden sich maximal ein Schülerjahrgang und die notwendigen Prüfungsgruppen im Gebäude. Der Unterricht findet zeitlich versetzt pro Klasse in einem Stockwerk statt. Die Präsenztermine für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe finden in der Zeit von 13.45 – 17.00 Uhr in zuvor ungenutzten Räumen statt.

Auf allen Gängen und den Treppen im vorderen und mittleren Bereich herrscht jeweils Rechtsverkehr. Auf der Treppe an der Cafeteria herrscht ebenfalls Rechtsverkehr. Sollte dort jedoch Gegenverkehr auftreten, wartet der/die hochgehende Schüler*in unter Einhaltung des Mindestabstandes auf dem Treppenabsatz, bis die Treppe frei ist.

Den jeweiligen Lerngruppen werden die für sie günstigsten Auf- und Abgänge sowie Toiletten zugeteilt.

Die Pausen finden zeitlich versetzt statt. Für den Aufenthalt auf dem Hof gilt die Wahrung des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.

Nach dem Unterricht verlassen die Schüler*innen unverzüglich das Schulgebäude und wahren den Mindestabstand ebenfalls auf dem Weg zur Bushaltestelle und während des Wartens an der Bushaltestelle. Das Händewaschen und Desinfizieren nach dem Unterricht ist erlaubt und wird geraten.

Weiterer Aufenthalt und Zusammenkünfte in Gruppen sind auch weiterhin entsprechend der geltenden Kontaktregeln untersagt.

7. Durchführung von Unterricht und Prüfungen
Die erste Lehrkraft/Aufsicht entfernt den Reinigungsvermerk von der Tür, den die Reinigungsfirma dort angebracht hat. Dies ist das Signal an die Putzkräfte, den Raum an diesem Tag erneut zu reinigen.

In den Räumen begeben sich die Schüler*innen sofort zu den zugewiesenen Plätzen. Soweit es die Unterrichtsorganisation nicht anders erfordert, ist den Schüler*innen dieser eine Platz zugewiesen und wird nicht getauscht.

Ein Wechsel der Lerngruppe durch einzelne Schüler*innen ist nur im Ausnahmefall zulässig. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin.

Bei Prüfungen werden mitgebrachte Taschen ebenfalls mit Abstand in den dafür vorgesehenen Bereichen im Prüfungsraum deponiert.

Die Aufgaben werden von der Aufsicht verteilt. Hierbei sind Handschuhe zu tragen. Diese sind im Sekretariat vorrätig.

Chor-, Ensemble- und Theaterproben sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Gemeinsames Singen und Musizieren im Musikunterricht ist untersagt. Der theoretische Musikunterricht wird wie der übrige Unterricht erteilt.

Sportunterricht findet aus Gründen des Infektionsschutzes nur im Freien statt. Unter Einhaltung der Hygieneregeln werden den Schüler*innen Bewegungsangebote gemacht. Diese Angebote finden an einem separaten Wochentag zum Präsenzunterricht statt, damit Schüler*innen bereits in Sportzeug zum Treffpunkt kommen können und ein Umziehen in der Schule entfällt.

Die Cafeteria bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

8. Zuwiderhandlungen
Die aktive Weigerung der Einhaltung der Hygieneregeln bedingt den Ausschluss vom Unterricht und von Prüfungen. Prüfungsleistungen werden in diesem Fall mit null Punkten bewertet.

Die vorsätzliche Gefährdung Dritter wird von der Schulleitung polizeilich angezeigt.

9. Vorlage
Dieses Konzept wurde dem zuständigen Gesundheitsamt am 04.05.2020 vorgelegt.